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Elektrosegler:


Der Multiplex Alpha 21 kommt als Fast-Fertig Modell aus dem Karton. Als ich ihn beim Händler anschaute, fiel mir die perfekt gebügelte und straffe Folienbespannung der Tragflächen auf, die nicht eine einzige Welle hatte.

Der Rumpf ist aus dünnem und stabilen GFK, also kein schweres Kunststoffmaterial wie bei anderen sogenannnten Einsteigermodellen, ( ...ungute Erinnerungen an ein Robbe Modell mit “Plura” Plastikrumpf und geschäumten Vollbalsa Tragflächen. viel zu schwer, ....nur Bruch....nie richtig geflogen...) Beim Alpha Multiplex sind alle Teile in zweckmässigem Leichtbau und  sauber verarbeitet.

 
Der Zusammenbau beschränkte sich im Wesentlichen auf die RC-Einbauten, was nur kleine Probleme bereitet. Jedoch ist die beigelegte Einbauanleitung sehr schlicht gehalten, sie enhält auch keine guten Zeichnungen  vom Modell. Anhand kleiner schwarz-weiss Fotos kann man sich kaum orientieren. Aber ich denke das sowieso jeder Modellbauer ziemlich eigene und individuelle Konstruktionsvorstellungen und so manche Industrielösung (die nur durch Kostendruck geprägt..) als wenig erbaulich empfindet. Nun ja, dafür sind wir ja Modellbauer.

nach dem ersten Flug

Die von Multiplex vorgeschlagene Befestigung des Akkus ist ziemlich ideenlos und primitiv, es sei den man wollte den Segler nur als  "static display" aufstellen. Sollte mal eine Landung nicht sehr butterweich abgehen, würde der Akku mit seinen ca. 420 gr. die Balsaklötzchen einfach abreissen. Eine Schaumstoff- bzw. Moosgummimantel des Akkus ermöglicht nicht nur eine lagestabile Montage, der Akku kann bei groben Landungen einfach zur Haube herausrutschen und beschädigt nichts. Ausserdem  ermöglicht diese Montage ein genaues Justieren der Schwerpunktlage durch Schieben des Akkus.

Ähnlich umständlich der Multiplex Vorschlag für die Haubenbefestigung, ich habe eine simple Drahtklammer eingesetzt, die zudem noch ein zerstörungsfreies Abwerfen der Haube erlaubt, sollte sich der Akku bei einer harten Landung (was normalerweise kaum vorkommt, (*grins*),  sich in Folge flott auf den Weg nach vorn machen.
 

 

 

 

 

 

 

Technische Daten Multiplex Alpha 21:   (aktualisiert 14.06.2006)    

Spannweite:......................................2100mm
Rumpflänge:......................................1130mm
Flächeninhalt:.....................................46dm²
Flächenprofil:.....................................SD8040 modif.
Seitenruder:.......................................+/- 20mm
Höhenruder:.......................................+10/-7mm
Servotyp:............................................2xSimprop SES170BB
Regler:................................................Graupner Genius Brushless
Motor:.................................................Graupner Compact 480
Empfänger:........................................Multiplex-Micro-IPD
Akku:...................................................2x3Z LiMnO2

 

Flugeigenschaften:

Der Alpha 21 hat jetzt in den ersten  4 Monaten schon 35 Flüge mit je 30 -45 min absolviert. Mir macht der Segler richtig Spass, das ist ein unkompliziertes Modell das man gerne am Feierabend noch schnell eine halbe Stunde zum Relaxen fliegt. Fun only.

Einflug:   Die Schwerpunktlage durch Verschieben des Akkus so einstellen, das das Modell aus der waagerechten Lage nur leicht ca 5° nach vorne neigt.

Die Ruder sollen neutral getrimmt sein, dann volle Leistung geben und aus der Hand starten. Nur mit Seitenruder korrigieren, Höhenruder nur einen kurzem Impuls geben, nicht halten. Modell steigt gleichmässig.

Sorgfältiges Austrimmen im Flug wird durch einen sehr stabilen kaum Korrekturen erfordernden Segelflug  belohnt. Mit einem kurzem Seitenruderimpuls die Kurve einleiten, die eingeleitete Kurve mit dem Höhenruder halten, durch Gegenseitenruderimpuls ausleiten und gleichzeitig das Höhenruder auf Neutralstellung zurückfahren. Dann fliegt der Alpha schöne Kurven mit wenig Höhenverlust.

Bei Start mit dem Elektroantrieb, geht der Segler schon bei halber Leistung bei einem aus der Neutrallage etwa 2 Ticks negativ getrimmten Höhenruder, in einen schönen Steigflug über, es ist nur wenig Seitenruder ist notwendig. Wenn man auf Endhöhe den Antrieb herunterfährt, sollte man 2 Ticks Höhenruder positiv trimmen, da sonst der Alpha gleich wieder sinken will. Besser ist eine Power-Höhenruder Kompensation von 15% einzustellen, im Multiplex Cockpit MM Menue ist das der Einstellpunkt Mixer-> Pwr-CO. Bei Vollgas trimmt das Höhenruder automatisch ganz leicht nach unten
.

R C-Einbauten
Alpha21

Umbauten 2005:

Bild rechts: Um die 3-Achsen Steuerung zu üben sind jetzt Querruder eingebaut. Der NiMH Akku hatte auch sein Lebensende erreicht und wurde durch ein LiMnO2 Zellenpack 3xseriell 3xparallel 2400mAh ersetzt. Das NiMH Pack wog 430gramm, der neue LiMnO2 nur noch 240gramm. Der Speed 600BB wurde gegen die 9,6V Version getauscht, angesteuert durch einen 25A LiPo Regler von Jamara..

Bilder L und R unten: Einbau eines des ELV Telemetriesystems:

von links nach rechts: rot, der Telemetriesender, weiss, der Druckgeber für den Telemetriesender und schwarz, der DSL-8 RC Empfänger von ACT.

Mit dem Telemetriesystem werden die Parameter Akkuspannung, Höhe, Geschwindigkeit, Temperatur und Steig-/Sinkrate übertragen. Die 433MHz Telemetrie störte leider den Multiplex IPD Empfänger, deshalb wurde der DSL-8 DSQ von ACT eingebaut.  Der DSL-8 erwies sich als störfester sein. Für die Einbauten habe ich in bewährter Weise mit einem guten Skalpell eine Schaumstoffgondel zurechtgeschnitten, in die alle Baugruppen eingepasst wurden.

 

a21_telemetrie und RC_800x a21_telemetrie und RC_Unterseite_800x

Bild links und rechts: der Staurohreinlass, über ein Silikonschlauch wird der Staudruck zum Druckgeber geführt.

Umbauten 2006:  Brushless Graupner, ACT und das problematische ELV-Telemetriesystem:              (edit.14.06.2006)

Nachdem der Speed 600 jetzt doch langsam an seine Grenzen gekommen war, entschied ich mich zum Umstieg auf Brushless.

Sei Anfang 2006 sind ist ein Graupner Brushless Compact 480 mit CAM Folding Prop 25-15 (10-6”) in Verbindung mit einem Graupner Genius Regler eingebaut, das LiMnO2 Akkupack wurde beibehalten. Allerdings gab es mit der ELV-Telemetrie in Verbindung mit dem ACT DSL-8 grosse Probleme und das führte gleich beim ersten Flug wegen unerwarteter Unsteuerbarkeit zum Absturz in ein Waldstück bei dem wie ein Wunder an dem Segler nur ziemlich wenig zerstört wurde, obwohl er duch die Tannen rauschte. Zwei Risse in der Folie und ein geknicktes Höhenleitwerk. Glück gehabt! An weiteren Erlebnissen nicht interessiert, arbeitet jetzt wieder mein Multiplex Micro-IPD Empfänger im Flieger.

Der ELV-Telemetriesender ist ein grosses Problem, typischerweise zucken die Servos im Sekundentakt. Das ist nicht nur unschön, kann bis zur Unsteuerbarkeit gehen. Bitte so niemals fliegen!  Man kann das Problem lösen, indem man am ELV-Telemetriesender den C-Trimmer, das ist eine kleine sandbraune Scheibe mit Schaubenknopf, sichtbar an der Sendeantenne verstellt und dann abgleicht.

So kann man den Telemetriesender auf geringste Störeinflüsse abgleichen: Ganz wichtig, zuerst die Klappluftschraube abmontieren! Es soll ja kein Blut fliessen... dann den RC Sender mit eingeschobener Antenne einschalten und in ca. 10m Entfernung, also z.B. im Nebenraum des Hobbykellers, ablegen. Jetzt die RC-Anlage des Fliegers einschalten und den C-Trimmer des Telemetriesenders auf maximale Störungen einstellen. (Jetzt wisst ihr,  warum ich die Klappluftchaube abmontiert hatte ;-)   )   Diese Stellung der Schraube mit einem Eddingstift markieren. Von der Stellung aus eine Achtelumdrehung nach links oder rechts drehen. Dreht man zu weit, kann es sein das der Telemetriesender aufgrund zu geringer Abstrahlung keine Reichweite mehr hat und wenn ihr 100 Meter hoch seid, dann gibt es keine Telemetrieinfo mehr. Wäre doch schade.  Mit der Methode reicht die Telemetrie jedenfalls bei mir  bis 575 Meter, Thermik macht´s möglich. Da brauchts aber dann schon ein gutes Auge und gute Nerven.

Das wichtigste: hat sich der Umbau gelohnt?   JA - und wie!   Die Steigleistungen mit dem Brushless Compact 480 sind mehr als beeindruckend und man erreicht spielerisch sofort und mehrmals 200m Höhe. Der Alpha21 wiegt damit 1414gramm total und spricht auf kleinste Thermik schon an. Damit kommt ein neues Problem, bei guter Thermik steigt der Flieger einfach nach oben weg und man fragt sich ob man je wieder runter kommt.

die Bilder kommen demnächst.............heute ist das Wetter zu schön, lieber fliegen gehen......

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