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Flugtagebuch:

hier schreibe ich meine Modellflieger-Erlebnisse auf, wahrscheinlich keine Sensationen aber darum geht es auch garnicht. Das Tagebuch soll etwas die Modellhistorie bewahren.

30.07.2004  Vicomte II - Erstflug erfolgreich bestanden

08.08.2004: Vicomte II   weitere Übungsflüge, schliesslich bin ich ja auch noch kein Profi und möchte meinen Flugstil verbessern. Besonders die Landeanflüge sind oft schlecht eingeteilt.

Plötzlich nähert sich ein UL in ca. 70m Höhe aus Nord und beginnt mit einem Langsamflug nahe der Stallspeed leicht zu kreisen. Ein interessierter “grosser” Kollege wohl. Ich bin sowieso sehr niedrig, merke aber das er meine “Kiste” fliegen sehen will, die sich sehr schön und hell in der Abendsonne abbildet. Also gehe ich in sicherem Abstand etwas höher und gehe optisch parallel zu dem UL. Natürlich sind die Abstände mehr als 100m. Das UL kreist und ich versuche eine gleiche Kreisbahn zu fliegen, die von mir aus gesehen das Modell immer beim UL erscheinen lässt.

Der UL Pilot scheint begeistert zu sein, er fliegt weitere Kurven und ich versuche sie ebenfalls im kleinen anzudeuten. So geht es 10 Minuten, dann zeige ich ihm einen Loop, den möchte er dann wohl doch nicht mitmachen, er wackelt mit den Tragflächen. Ich gehe runter, Tank ist fast leer und lande sanft, trage meine Vicomte zum Auto. Der UL Pilot kommt jetzt ganz tief und langsam auf mich zu, er winkt aus seinem Cockpit, wir winken uns begeistert zu, fast bin ich der Hoffnung er würde auf der Wiese landen wollen. Natürlich ist ihm das nicht erlaubt, aber es wäre schön gewesen ihn kennenzulernen.

Er startet durch, sein UL gewinnt an Höhe und er winkt mit den Tragflächen und entschwindet leise Richtung Augsburg.      

 

12.08.2004  Vicomte II - ein richtig heisser Tag, im Westen ist es schon sehr dunkel un die Gewitterfront grummelt. Nach der Modifikation des Tankpendels, ich habe jetzt einen Sintertankpendel eingesetzt, läuft der OS im Idle Mode ruhig und ohne abzustellen. Heute habe ich mit der Exponentialfunktion die Weichheit des  Höhenruders und seitenruders so eingerichtet dass sich ein möglichst authentisches Flugbild der Maschine ergibt. Höhe= 35% Expo, Seite=30%Expo. Bei noch mehr Expo, gehen die Ruder zu weich und beim Abfangen kann ein unerwartet grosses Steuerweg notwendig werden.

17.08.2004  Vicomte II - endlich Feierabend und weil das Wetter vor der (wieder mal) Gewitterfront im Westen noch sehr gut ist, muss ich die Gelegenheit nutzen. Also geht es um viertel nach sechs abend raus auf die Fliegerwiese, es ist 25°C mit 8km/h Wind aus Ost. Ich fliege das Modell und probiere nochmal die Ruderwege und Einstellungen aus. Bei Höhe reduziere ich Expo auf 10%, ebenso Seite Expo auf 20%, das fühlt sich besser an. Eine Tankfüllung (150ccm) erlaubt knapp 30 min zu fliegen, wobei die Hälfte der Zeit mit 2/3 oder Vollgas für diverses Übungsfliegen , die restlichen 15 min für Lande- und Durchstartübungen benutzt wird. Der OS läuft jetzt sehr gut im Leerlauf, stellt überhaupt nicht mehr ab.  Nach insgesamt 1,5 Stunden reine Flugzeit lande ich dann endgültig, die Hände kribbeln jetzt schon. Beim Check nach dem Flug sehe ich eine Schraube an der Cowling, die sich davonstehlen will, ausserdem reibt die Cowling etwas am Vergaserrand und bekommt so die Motorvibrationen ab. Da ist eine Nacharbeit fällig.  

30.12.2004  Alpha 21, heute ist es saukalt, -5°C und strahlender Sonnenschein, meine Fliegerwiese ist tiefverschneit, Pulverschnee. Trotzdem will ich es probieren, bin noch nie bei den Temperaturen geflogen und ganz gespannt wie die Modellbaumechanik und Elektronik die Kälte wohl verträgt. Nach Vorbereitung des Seglers starte ich und erreiche nach kurzer Zeit 158m Höhe über Grund. Alle Steuerfunktionen sind normal und auch der NiMH Akku verträgt die Kälte ganz gut. Mit Handschuhen zu steuern ist zunächst etwas ungewohnt, ich fliege einige Runden in hundert Meter Höhe in strahlend blauem Himmel, einfach toll. Nach einer halben Stunde landet der Segler ganz weich im Pulverschnee. Der Akku hätte noch 5 Minuten mit Vollast Antrieb hergegeben aber meine hÄnde sind schon ziemlich eingefroren....

21.06.2005 Vicomte II, bin fast eine Stunde geflogen, im Verlauf gab es immer öfter Motorabsteller, bis der OS LA25 unterhalb 1/3 Gas garnichtmehr laufen wollte. Näheres Ansehen ergab das der Motor sich um den OT fast nicht mehr drehen lässt und sehr schwergängig ist. Ein Zerlegen und Untersuchen der Laufbuchse und des Kolbens ergeben ziemliche Riefen im oberen Teil der Laufbuchse und das der Kolben sehr schwer in der Buchse klemmt wenn er über OT geht. Ich fürchte das das Gemisch zu mager eingestellt war. Jedenfalls ist der OS erstmal reparaturbedürftig und da ich mit der Leistung des OS und seinem Laufverhalten sowieso nicht sehr zufrieden war, werde ich ihn wohl nicht mehr  einbauen.

23.07.2005 Vicomte II, ein OS25FX ist eingebaut und schon zwei Stunden eingelaufen. Es beginnt in Strömen zu regnen als ich fertig aufgebaut habe und den Motor gerade etwas laufen lasse. Nach einer Viertelstunde hört es doch auf, warten lohnt sich manchmal doch..Der erste Flug mit dem neuen Motor ist gewöhnungsbedürftig, er erzeugt sehr viel Leistung und die Maschine lässt sich nicht sehr komfortabel fliegen. Sie steigt brutal nach oben weg und bei Idle sinkt sie genauso heftig. Der Schwerpunkt war so getrimmt das die Maschine etwa 10° nach unten neigt. Ich habe dann 4 Gramm Trimmblei aus dem Heck entfernt, die Maschine zeigt nun 25° nach unten und damit fliegt sie weit besser. Wegen dem Einlaufen ist der OS noch sehr fett eingestellt und neigt zum Absaufen daher muss man mit den Gas etwas gefühlvoll umgehen. Abrupte Gaswechsel sind noch nicht toleriert. Aber für ´nen Erstlug nicht schlecht.

28.08.2005 Vicomte II, OOPS!!!  heute war ich zu übermütig, fliege einen Loop und vergesse Gas wegzunehmen, die Ruder flattern so laut das man es nicht überhören kann. Ich beschliesse zu landen, drehe gerade ein da merke ich wie das Höhenruder nicht mehr reagiert und die Maschine im 30° Winkel zu Boden geht.  WOW! Ich kann´s nicht glauben, mein erster Crash. Laufe hin, in furchtbarster Erwartung was da 50 meter weiter im Feld wohl noch übrig sein könnte. Endlich, ich bin da, naja der Rumpf ist geknickt und die Motorabdeckung sieht auch sehr eingedrückt und übel aus.  Die Tragflächen und Leitwerke sind sogar ok. - Sauschwein gehabt!!! OK, das war´s für heute - Ende eines Dienstfluges. Packe die Teile ein und ab nach Hause. Bilder vom Crash möchte ich hier nicht bieten, bringe ich nicht über´s Herz.

Die Ursache ist schnell gefunden, ich habe eine M2 Mutter am Kugelgelenk des Höhenleitwerks verloren. Eigene Doofheit, habe sie halt nicht mit Sicherungslack ertränkt. Dadurch ging das ganze Gelenk aus dem Ruderhorn und dann .....Ende im Kasten.....

Derzeit liegt die Vicomte “ auf Helling” der Gitterrumpf ist schon wieder repariert, bis zum nächsten Start wird es aber noch dauern...

03.06.2006 Alpha21, schwarzer Tag, mein Alpha21 stürzt unsteuerbar in ein Waldstück, leibt aber wie durch ein Wunder fast unbeschädigt. Der Absturzgrund ist die neue ELV-Telemetrie VAT/VAM300, die plötzlich die Ruder im Sekundentakt zucken liess. Alle Boden- und Reichweitentests, und die habe ich alle tagelang wirklich gewissenhaft gemacht, sogar mit Auslesen der Störungen im ACT-Empfänger mit dem POSE PC-Programm, also all das war ok und unverdächtig. Deshalb war der Schock umso grösser, als sich garnichts mehr machen liess.Ich konnte nur noch die Klappen setzen, um so eine möglichst geringe Fahrt bei der unkontrollierten Landung zu erreichen.  Der neue ACT_Empfänger konnte da wohl auch nichts ausrichten und verhielt sich schlechter als mein Multiplex IPD. Wohlgemerkt das war bei mir so, heisst aber nicht das der ACT schlecht wäre. Nur, in meiner Kombination Brushless+ACT+ELV VAT300, das funktionierte überhaupt nicht.

.04.06.2006 Vicomte II, fast ein Jahr her, kaum Flugwetter und kaum Zeit für die Reparatur, aber nun ist sie wieder fertig, mit neuer GFK Motorhaube.  Jetzt warte ich nur noch ein schönes Flugwetter und Einstellen und Abheben. Ob´s dieses Jahr mit dem Sommer noch was wird?

13.06.2006 Vicomte II, heute ist es soweit, nachdem ich eine Tankfüllung schon mal für Einstellen des Motors und kleine Tests am Boden durchgehauen habe, steht das Bügelseide-Balsaholzgerät wieder auf dem Feldweg und wartet schon drauf, wieder in “the wild blue” entlassen zu werden. Also hau das Gas rein und hoch gehts. Dann zieht die Kiste übel nach links, man kann es aber korrigieren, leider ist die Trimmung schon Anschlag. Also nochmal landen, nach Hause, ein fast nicht sichtbarer Verzug im Seitenleitwerk ist der Übeltäter, also nachbügeln und nochmal fliegen. Jetzt ist es prima und die Kiste ist wieder schön zu fliegen.

14.06.2006 Alpha21: einfach sensationell der neue brushless Antrieb, der Segler ist damit nicht wiederzuerkennen und steigt wie noch nie. Jetzt denke ich mit Grauen an die Speed600 und NiCd Zeiten zurück. Nach einer vollen Stunde Thermiksegeln kann ich nicht mehr, kriege schon Nackenschmerzen von ständigen Hochkucken (jaja...wir sind wieder mal sehr hoch....) und das Wetter ist heute mehr Fliegerwetter als meine Kondition kann. So muss es sein.

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